
Ein beschädigter Garagenboden stellt viele Hausbesitzer vor Herausforderungen. Bevor Sie mit der eigentlichen Sanierung beginnen, muss der Untergrund gründlich vorbereitet werden. Entfernen Sie zunächst alle losen Bestandteile, Öl- und Schmutzflecken mit einer Drahtbürste und einem Hochdruckreiniger. Bei größeren Rissen oder Löchern verwenden Sie eine Reparaturspachtelmasse. Lassen Sie die Ausbesserungen ausreichend aushärten. Anschließend schleifen Sie den gesamten Boden mit einer Schleifmaschine an, um eine gleichmäßige Oberfläche zu schaffen. Prüfen Sie die Feuchtigkeit des Betons mit einer Folie: Kleben Sie ein Stück Folie dicht auf den Boden und lassen Sie es liegen. Bildet sich darunter Kondenswasser, muss der Boden noch trocknen. Eine gründliche Reinigung mit Betonreiniger entfernt letzte Staubreste und bereitet den Untergrund optimal auf die neue Beschichtung vor. Ölgesättigte Bereiche lassen sich mit geeigneten Entfettern vorbehandeln, damit die Beschichtung zuverlässig haftet. Nach dem Reinigen sollte der Untergrund staubfrei, tragfähig und frei von Trennmitteln sein. Ein kurzer Haftzugtest mit Klebeband zeigt, ob sich noch Partikel lösen. Erst wenn die Fläche diese einfache Prüfung besteht, lohnt sich der nächste Arbeitsschritt.
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Die Wahl der richtigen Bodenbeschichtung entscheidet über die Haltbarkeit Ihrer sanierten Garage. Epoxidharz-Beschichtungen eignen sich besonders gut für stark beanspruchte Bereiche, da sie chemisch beständig und abriebfest sind. Sie vertragen Reifenabrieb und Ölflecken problemlos. Polyurethan-Beschichtungen bieten zusätzliche Elastizität und eignen sich für Garagen mit leichten Temperaturschwankungen. Für normale Belastungen reichen oft auch spezielle Betonfarben oder Versiegelungen aus. Achten Sie beim Kauf auf die angegebene Ergiebigkeit pro Quadratmeter und planen Sie eine kleine Materialreserve ein. Wer sich die Arbeit nicht zutraut oder besonders hochwertige Ergebnisse wünscht, kann auch Spezialböden vom Fachbetrieb wie https://hofmann-spezialboeden.de/ in Betracht ziehen. Grundierung nicht vergessen: Sie verbessert die Haftung erheblich und verhindert, dass die Beschichtung später abblättert oder Blasen wirft. Wer in feuchtegefährdeten Garagen arbeitet, sollte auf Systeme mit Feuchtesperre oder geeigneter Grundierung achten. Bei Bedarf bieten rutschhemmende Zusätze mehr Trittsicherheit. Wenig geruchsintensive, emissionsarme Produkte erleichtern die Verarbeitung in geschlossenen Räumen. Für Bereiche mit Tageslicht kann eine UV-stabile und farbtonbeständige Variante sinnvoll sein.
Beginnen Sie die Beschichtung bei geöffnetem Garagentor für ausreichende Belüftung. Tragen Sie zuerst die Grundierung mit einer Rolle gleichmäßig auf. Diese muss vollständig durchtrocknen; maßgeblich sind die Hinweise des Herstellers. Mischen Sie die Bodenbeschichtung nach Herstellerangaben gründlich durch. Starten Sie in der hintersten Ecke der Garage und arbeiten Sie sich zum Tor vor. Verwenden Sie eine langflorige Rolle für gleichmäßige Schichtdicke. Eine Entlüftungsrolle verhindert Lufteinschlüsse und sorgt für ein ebenes Finish. Bei Epoxidharzbeschichtungen streuen viele Heimwerker Farbchips oder Quarzsand in die noch feuchte Oberfläche ein. Das verbessert die Rutschfestigkeit und kaschiert kleine Unebenheiten. Nach dem ersten Anstrich folgt meist eine zweite Schicht. Planen Sie zwischen den Schichten ausreichend Trocknungszeit ein. Begehbarkeit und volle Belastbarkeit stellen sich gestaffelt ein und hängen vom System, der Schichtdicke und den Umgebungsbedingungen ab. Dehnfugen sollten frei bleiben oder mit dafür geeigneten Materialien behandelt werden, damit die Bewegungen des Betons aufgenommen werden. Kanten und Sockelbereiche lassen sich mit Pinsel oder Glätter sauber anarbeiten.
Viele Heimwerker unterschätzen die Bedeutung der richtigen Temperatur. Die meisten Beschichtungen benötigen eine ausreichend warme Umgebung gemäß Herstellerangaben. Zu niedrige Temperaturen führen zu schlechter Aushärtung und verkürzter Lebensdauer. Ein weiterer häufiger Fehler ist mangelnde Geduld. Wer die Trocknungszeiten nicht einhält, riskiert Blasenbildung oder Ablösungen. Auch zu dicke Schichten sind problematisch – lieber mehrere dünne Lagen auftragen. Vernachlässigen Sie niemals die Randbereiche und Ecken. Hier sammelt sich später Feuchtigkeit, die zu Schäden führen kann. Verwenden Sie für diese Bereiche einen Pinsel statt der Rolle. Achten Sie auch auf ausreichende Belüftung während der gesamten Arbeiten. Die Dämpfe vieler Beschichtungen können gesundheitsschädlich sein. Tragen Sie immer geeignete Schutzausrüstung wie Handschuhe und gegebenenfalls eine Atemschutzmaske. Prüfen Sie den Untergrund auf Restfeuchte und Festigkeit, bevor Sie beschichten. Material, das seine Verarbeitungszeit überschritten hat, gehört nicht mehr auf den Boden. Ungeeignete Verdünner, fehlender Randabschluss zum Tor und eine nicht kreuzweise Rolltechnik führen oft zu optischen Mängeln.
Nach erfolgreicher Sanierung hält Ihr neuer Garagenboden bei richtiger Pflege viele Jahre. Kehren Sie regelmäßig groben Schmutz und Split weg, der wie Schleifpapier wirken kann. Ölflecken sollten Sie zeitnah mit einem geeigneten Reiniger entfernen. In regelmäßigen Abständen empfiehlt sich eine gründliche Reinigung mit einem milden Reinigungsmittel und klarem Wasser. Vermeiden Sie aggressive Chemikalien, die die Beschichtung angreifen könnten. Kleine Beschädigungen bessern Sie sofort aus, bevor Feuchtigkeit eindringen kann. Überprüfen Sie besonders die Bereiche unter den Autoreifen auf Abnutzung. Bei Bedarf können Sie hier partiell nachbeschichten. Im Winter eingetragene Tausalze sollten zeitnah entfernt werden, damit keine Rückstände in die Oberfläche einwandern. Punktlasten durch Ständer oder Maschinen lassen sich mit Unterlagen verteilen. Wer die Optik auffrischen möchte, kann nach sorgfältiger Reinigung eine zusätzliche Deckschicht aufbringen, sofern das System dies zulässt. Lagern Sie Reinigungsmittel und Streugut so, dass keine aggressiven Substanzen auslaufen und die Beschichtung angreifen.
Redaktion
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